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5 Tipps, um Meditation nachhaltig in deinen Alltag einzubinden

Schon vor vielen Jahren kreuzte die Meditation immer wieder meinen Weg. Sie begegnete mir in Büchern, Artikeln, in Youtube Videos, über Freunde, Yoga-Stunden, und so weiter. Stets dachte ich: Ach, das wollte ich schon immer mal gern probieren. Damit dann gleich der Kritiker ansprang: Das schaffst du eh nicht! Wie soll das gehen? Du bist viel zu unruhig dafür!

Die Wende kam im Oktober 2017. Ich hatte soeben eine schmerzhafte Trennung hinter mich gebracht und befand mich an einem Punkt, an dem mir klar wurde, dass ich etwas ändern musste. Als mir damals das Buch Das Universum steht hinter dir von Gabrielle Bernstein am Tag nach der Trennung im Buchladen in die Hände fiel (und dort blieb), änderte sich alles. Das sollte das letzte Mal sein, dass mich jemand zum Meditieren aufforderte. Denn dieses Mal würde ich es angehen.

Im ersten Moment war ich hilflos: Wie anfangen?

Ich weiß, alle sagen immer: Mach es nicht kompliziert. Mach es einfach!

Doch aus Erfahrung kann ich sagen, dass mir diese paar Kniffe geholfen haben, Meditation nachhaltig in meinen Alltag zu integrieren. Vielleicht helfen sie ja auch dir.

 

  1. Formuliere deine Absicht

Wieso möchte ich überhaupt meditieren? Was ist meine Absicht dahinter? Geht es mir darum, einen klareren Kopf zu bekommen, meine innere Unruhe zu bändigen, mich auf den Tag einzustimmen, meine Visionen zu unterstützen (wieso das wichtig ist, erfährst du hier) oder möchte ich in einem ersten Schritt wieder lernen, mich und meinen Körper richtig zu spüren? Egal, was es ist, mach es dir bewusst, und die Meditation wird dir leichter fallen!

 

  1. Richte einen festen Platz ein

So banal und doch so wirksam: ein fester Platz.

Sei es im Lotus- oder Schneidersitz auf deinem Meditationskissen vor der Balkontür, auf deinem Lieblingssofa mit den Füßen fest auf dem Boden verankert, oder aufrecht im Bett. Egal, Hauptsache es ist dein fester Meditationsplatz.

Wieso das so wichtig ist?

Das Gehirn verknüpft mit der Zeit den festen Ort und sogar deine Sitzposition mit der Meditation. So fällt es leichter, die neue Gewohnheit fest in deinen Alltag zu integrieren. Mit der Zeit werden dein Körper und Geist so an den Meditationsort gewöhnt sein, dass du automatisch in den Meditationszustand gelangst wenn du dich an den bekannten Ort setzt.

Wichtig dabei ist, dass du entspannt bist! Verkrampfte Lotussitze bringen dir nichts, und eingeschlafene Füße erst recht nichts. Ich für meinen Teil nehme eine bequeme Position auf der Mitte meiner Couch ein, mit zwei weichen Kissen im Rücken, so dass dieser gerade ist und ich die nackten Füße fest auf den weichen Teppich drücken kann.

Probiere einfach verschiedene Orte und Positionen aus. Du wirst schon merken, was für dich stimmig ist.

 

  1. Meditiere zu festen Tageszeiten

So wichtig wie der feste Ort, ist auch die feste Tageszeit. Dabei muss es gar nicht streng genommen jeden Morgen um 6:30 sein. Aber zum Beispiel gleich nach dem Aufstehen als „Morgenritual“ oder abends vor dem Zubettgehen, um „runter zu kommen“ und den Körper auf den Ruhemodus einzustellen.

Auch die Länge der Meditation kann variieren. Je nach Meditationsart, reicht manchmal schon eine Power-Meditation von einer bis ein paar Minuten. Mehr Infos zu verschiedenen Meditationsarten findest du hier.

Vielleicht fängst du erst einmal mit ein paar Minuten an und steigerst dich, wenn du Lust hast, von Tag zu Tag oder von Woche zu Woche.

Wichtig ist: Hier zählt NICHT der Leistungsgedanke. Sondern nur das, was dir gut tut, Spaß macht und sich stimmig anfühlt.

 

  1. Rituale helfen.

Ähnlich wie der feste Ort und die feste Zeit helfen auch feste Rituale beim Integrieren von Meditation in den Alltag.

Ich habe zum Beispiel von einer meiner engsten Freundinnen eine geschliffene Holzplatte mit dem eingebrannten Wort „Stille“ als Teelichtuntersetzer geschenkt bekommen. Diese steht vor einer Vase mit frischen Rosen, rechts daneben meine Buddha-Statue und links daneben eine kleine Engelfigur. Bevor ich mit der Meditation beginne, schalte ich mein Handy aus, schließe die Türen meines Wohnzimmers und zünde die Kerze an. Manchmal läute ich noch kurz meine Klangschale, als Signal, dass die Meditation gleich beginnt.

Egal, was es ist. Auch hier merkt sich das Gehirn: „Kerze an – Meditation geht los.“, was ebenfalls sehr hilft, um die neue Gewohnheit zu verankern.

 

  1. Sei offen, neugierig und hab‘ Spaß!

Wie vorhin schon erwähnt, geht es nicht um einen Leistungsgedanken oder Druck bei der Meditatoin. Sondern darum, dir selbst etwas Gutes zu tun. Wenn du das Ganze mit Leichtigkeit, Spaß, Experimentierfreude und Neugier angehst, dann fährst du meiner Meinung nach am besten!

Fange klein an, es ist schon mal ein großer Erfolg, wenn du einen Meditatoinsplatz und ein Ritual gefunden hast, das dir zusagt. Dann setz dich erst einmal bequem hin, finde eine dir angenehme Position und konzentriere dich auf deine Atmung. Atme bewusst ein paar Mal ein und aus und spüre, was in deinem Geist und deinem Körper vor sich geht.

Nimm erst einmal nur wahr. Ohne zu urteilen. Ohne zu kommentieren.

„Oh, ein Gedanke. Wie interessant.“ Und dann lass ihn gehen.

Mehr brauchst du gar nicht tun. Das ist das Schöne an Meditation.

Mehr brauchst du gar nicht tun.